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Cardio statt Migräne

Mann in Sportkleidung fasst sich an die Schläfen und sieht konzentriert aus.

Licht- und Geruchsempfindlichkeit, Sehstörungen, pochende Kopfschmerzen. Migräneanfälle sind wahrlich kein Zuckerschlecken. Medikamente bekämpfen bislang leider nur die Symptome – anscheinend gibt es jedoch ein „Hausmittel“ gegen die Krankheit: Sport!

Schätzungen zufolge leiden hierzulande zehn bis fünfzehn Prozent der Bevölkerung an Migräne. Nicht selten sind Betroffene, während einer solchen Attacke arbeitsunfähig, da sich der Körper im Ausnahmezustand befindet. Es gilt also, die Wahrscheinlichkeit eines Migräneanfalls so gering wie möglich zu halten. Laut einer Untersuchung der Universitätsklinik in Kiel ist Sport ein gutes Mittel zur Prävention.

Ausgangslage

Am Projekt nahmen Personen teil, die im Mittel seit 20 Jahren an chronischer Migräne litten. Die Teilnehmer absolvierten dreimal wöchentlich ein leichtes bis moderates Ausdauertraining in Form von halbstündigem Jogging beziehungsweise Walking. Nach zehn Wochen erfolgte die abschließende Untersuchung. Ergebnis: Die Anzahl der Migränetage nahm um etwa 15 Prozent ab, auch die Häufigkeit der Attacken reduzierte sich um etwa 21 Prozent.

Cardio gegen Kopfschmerz

Was genau fällt denn nun unter moderaten Ausdauersport? Keinesfalls beschränkt sich die Palette aufs Laufen. Maßgeblich bei einem solchen Kardio-Training ist, dass der Puls dauerhaft erhöht ist und dass eine Unterhaltung nebenbei trotzdem noch möglich ist. Für den Studiobesuch bietet sich neben dem klassischen Laufband auch eine Übungseinheit auf dem Crosstrainer an. Auf dem Fahrradergometer und im Schwimmbereich absolvierst du ein besonders gelenkschonendes Training gegen Migräne.

Besonders beachten

Nicht jede Sportart ist für die Prophylaxe gleichermaßen geeignet. Für das Anti-Migräne-Training solltest du auf Krafttraining eher verzichten. Wer gern Gewichte stemmt, sei gewarnt: Durch große Krafteinwirkung kann auf das bereits migräne-anfällige Gehirn zusätzlich Druck aufgebaut werden, was eine Kopfschmerzattacke unter Umständen begünstigt.

Auch die Ernährung kann einen Stolperstein bei der Migräne-Vorbeugung darstellen. Durch unausgewogene Nahrung kann ein Energiedefizit entstehen, das die schmerzhaften Attacken begünstigen kann. Um diesem Defizit vorzubeugen, ist ein hoher Anteil von Kohlenhydraten sinnvoll. Auf dem Speiseplan sollten also bevorzugt Vollkornprodukte, Kartoffeln oder auch Saftschorlen stehen.

Quelle: shape UP
Bildquelle: LightFieldStudios / shutterstock.com

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