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Kraftvoll gegen Depressionen

Junge Frau mit Sportkleidung steht in einem Fitnessstudio und schaut konzentriert zur Seite, Sonnenlicht fällt durchs Fenster.Mentale Gesundheit nimmt einen ebenso großen Stellenwert ein, wie die Gesundheit des Körpers. Beides beeinflusst sich gegenseitig. Forschende untersuchten die Effekte von gezieltem Krafttraining bei jungen Erwachsenen mit milder Depression.

In der randomisiert kontrollierten Studie wurde dieser Effekt bei 55 jungen Erwachsenen (26±5 Jahre, 36 Frauen) in Limerick/Irland untersucht. Die Übungsgruppe trainierte acht Wochen, die Kontrollgruppe nicht (Warteliste). Alle Personen wiesen depressive Symptome (AMDD – Major Depressive Disorder) mit oder ohne Angststörungen auf (AGAD – Psychiatric Diagnostic Screening Questionnaire GAD subscale ≥ 6, Penn State Worry Questionnaire ≥ 45). Eingeschlossen wurden Personen von 18 bis 40 Jahren, die keine Kontraindikation hinsichtlich des geplanten Trainings aufwiesen, und nicht schwanger oder stillend waren.

Das resistive Training entsprach den gängigen Empfehlungen (WHO, ACSM). Es fand für acht Wochen, zweimal wöchentlich in jeweils etwa 25 Minuten statt. Die Progression mit fünfprozentiger Gewichtserhöhung erfolgte, nachdem Teilnehmende bei korrekter Ausführung mindestens acht bis zwölf Wiederholungen in zwei Serien bewältigten. Zu den acht Übungen gehörten: Kniebeugen mit Langhantel, Bankdrücken, Kreuzheben mit Hex-Bar, Seitheben im Sitz, Langhantelrudern, Kurzhantel-Ausfallschritte, Armbeuge mit Kurzhantel im Sitz, Rumpfbeuge (Crunches). Die depressiven Symptome wurden vor und nach der Intervention mit dem Quick Inventory of Depressive Symptomatology (QIDS) ermittelt.

Während sich die Gruppen anfangs nicht hinsichtlich ihrer depressiven Symptome unterschieden, wies die Trainingsgruppe nach acht Wochen signifikant weniger Symptomatik auf. Dies war auch klinisch relevant (AMDD, AGAD). Der Effekt wurde vor allem ab der vierten Woche deutlich und war geschlechtsunabhängig. Das Trainingsprogramm wurde durchschnittlich an 13 von 16 Terminen (83 %) durchgeführt, die Kraftzuwächse standen dabei nicht in direktem Zusammenhang mit den Stimmungsänderungen. Es erfolgte jedoch die zeitgleiche Verringerung von Angst- und depressiver Symptomatik. Den Ergebnissen zufolge ist ein Krafttraining bei jungen Erwachsenen mit milder Depression ein wirksamer Behandlungsansatz, selbst bei begleitenden Angststörungen.

Bildquelle: Hoda Bogdan – stock.adobe.com
Quelle: shape UP Fitness 1/24

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