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Unser Blut – wirklich ein Spiegel der Gesundheit?

Unser Blut – wirklich ein Spiegel der Gesundheit?

Sie waren beim Arzt, haben Ihr Blut checken lassen – alles im grünen Bereich. Doch in Ihnen drinnen sieht es anders aus: Sie fühlen sich energielos, schlafen schlecht, sind häufiger gereizt oder vergessen Dinge im Alltag? Damit sind Sie nicht allein. Viele Menschen berichten genau davon – und das trotz „unauffälliger“ Blutwerte.

Die Wahrheit ist: Viele Parameter geben nur eine Momentaufnahme wieder. Und der Körper hält viele Werte im Blut lange stabil, selbst wenn die Zellreserven bereits sinken. Ein Gefühl von Erschöpfung kann daher viele Ursachen haben, die weit über das hinausgehen, was im Labor gemessen wird. Unser Blutwerte-Guide hilft Ihnen dabei, Laborwerte besser einzuordnen und zu verstehen, welche Aussagen sie wirklich über Ihren Gesundheitszustand zulassen.

Was Ihr Blutbild nicht erzählt – und warum das wichtig ist

Blutabnahme

Keine einheitlichen Referenz- und Normwerte.

Das kleine Blutbild erfasst etwa Anzahl und Beschaffenheit der Blutkörperchen und gibt Hinweise z. B. auf mögliche Infektionen. So können wir gesundheitliche Probleme im besten Fall erkennen, lange bevor sie spürbare Veränderungen hervorrufen. Im Falle von Cholesterin oder Entzündungen funktioniert das recht gut, bei Mikronährstoffen wird es oft schwieriger.

Was laut Schulmedizin noch im Normbereich liegt, kann unter Umständen zu wenig sein. Denn Referenzwerte basieren nicht auf optimaler Gesundheit, sondern auf Durchschnittswerten. Ein Laborwert am unteren Ende des Normbereichs kann also bedeuten, dass bereits ein spürbares Defizit vorliegt, auch wenn es medizinisch noch nicht als krankhaft gilt. Begriffe wie „Referenzwerte“ oder „Normwerte“ sollten daher immer mit Vorsicht betrachtet werden. Um sie festzulegen, analysieren Großlabore Hunderte Blutproben von vermeintlich Gesunden. Da Vitamin- und Mineralstoffwerte bei diesen sehr unterschiedlich sind, definiert jedes Labor einen eigenen Referenzbereich – meist die mittleren 95 Prozent aller gemessenen Werte. Die höchsten und niedrigsten 5 Prozent werden ausgeschlossen.

Hinzu kommt: Die Referenzwerte sind nicht einheitlich. Jedes Labor untersucht unterschiedliche Personengruppen. Teilweise werden Blutwerte junger Männer herangezogen, die sich jedoch nicht einfach auf eine 70-jährige Frau übertragen lassen. Ein weiteres Problem sind nicht immer verlässliche Messmethoden – etwa bei Magnesium, Selen, Vitamin B12 oder Zink. Auch hier kann je nach Messmethode ein vermeintlich „normaler“ Wert täuschen.

Beispiel Magnesium – so zuverlässig ist die Messung im Blutserum

Etwa 99 Prozent des Magnesiums im Körper befindet sich innerhalb der Zellen (z. B. in Muskeln, Knochen, Organen). Nur 1 Prozent zirkuliert frei im Blutserum. Genau dieser kleine Teil wird bei der Standard-Labormessung erfasst. Das Problem: Selbst, wenn der Körper bereits beginnt Magnesium aus Muskeln oder Knochen abzuziehen, um den Serumspiegel stabil zu halten, kann der Laborwert noch normal erscheinen – obwohl längst ein zellulärer Mangel besteht.

Unser Körper zeigt es uns – oft bevor es Laborwerte tun

Frau mit HundAn unserem Körper lässt sich leicht ablesen, ob unsere Zellen optimal versorgt sind oder nicht. Folgende Anzeichen kann Ihnen Ihr Körper senden:

  • Müdigkeit, selbst nach gutem Schlaf
  • Gereiztheit und “schwache” Nerven
  • Muskelkrämpfe oder erhöhte Verspannung trotz Bewegung
  • Brüchige Nägel, trockene Haut, Haarausfall
  • Stimmungsschwankungen oder Antrieblosigkeit
  • zunehmender Taillenumfang
  • Schlafprobleme, Durchschlafstörungen
  • Unkonzentriertheit oder das Gefühl von „Gehirnnebel“

Diese Beschwerden werden häufig Stress, dem Alter oder Hormonen zugeschrieben – und teilweise mag das auch stimmen. Doch oft spielt dabei auch die Versorgung an wichtigen Mikronährstoffen wie Magnesium, B-Vitaminen, Eisen, Zink oder Selen eine Rolle. Warum ganzheitlich denken Sinn macht.

Statt also einzelne Werte isoliert zu betrachten, lohnt sich ein Blick auf das größere Ganze. In der ganzheitlichen Sichtweise spielen Lebensstil, Stress, hormonelle Veränderungen, Ernährung und auch die Einnahme von Medikamenten eine Rolle für Ihren Nährstoffhaushalt.

Oft unterschätzt: Darmprobleme, Stress und Medikamente können den Bedarf an Mikronährstoffen erhöhen, selbst wenn Sie sich grundsätzlich gesund ernähren.

„Über die Hälfte der Menschen nimmt Medikamente ein. Dadurch kann es zu einem erhöhten Bedarf oder gar zu Defiziten kommen, weil Nährstoffe nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen oder schneller ausgeschieden werden.“

Uwe Gröber, führender Mikronährstoffexperte und Buchautor

Wussten Sie schon? Viele Medikamente können Ihren Mikronährstoffhaushalt beeinflussen. Dazu zählen z. B. Blutdruck- und Cholesterinsenker, Magensäureblocker, die Antibabypille und Hormonpräparate, Antidiabetika und Schmerzmittel. Welche Medikamente den Mikronährstoffbedarf erhöhen, erfahren Sie in unserer Übersicht.

Was Sie selbst tun können – auch ohne Labortests

  • Wenn Sie vermuten, dass Ihr Körper nicht optimal versorgt ist, können Sie bereits aktiv werden:
  • Achten Sie auf Ihre Körpersignale: Gibt es wiederkehrende Muster wie Heißhunger, Stimmungs- oder Energietiefs oder nächtliches Aufwachen?
  • Hinterfragen Sie Ihre Ernährung ehrlich: Bekommen Sie täglich eine Vielfalt an frischen nährstoffreichen Lebensmitteln?
  • Informieren Sie sich gezielt: Lesen Sie über Medikamente und wie Sie Ihren Mikronährstoffhaushalt beeinflussen, z. B. in unserer beigefügten PDF

Fazit

Ihr Körper weiß mehr als eine Laboranalyse

Wenn Sie sich müde, unausgeglichen oder einfach nicht richtig fit fühlen, ist das ein Signal Ihres Körpers. Unser Wohlbefinden hängt mehr als alles andere von einer optimalen Zellversorgung ab. Denn verlieren Zellen ihre Funktion, geraten auch Organe, Gewebe und Hormone aus dem Gleichgewicht. Eine ganzheitliche Mikronährstoffversorgung ist daher der Schlüssel für mehr Energie, geistige Klarheit und langfristige Gesundheit.

Quelle: Lavita
Bildquelle:
Frau mit Tasse © cherryandbees/stock.adobe. com
Blutabnahme © Andrey Popov/stock.adobe. com
Frau mit Hund © rh2010/stock.adobe. com

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